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June 02 2016

Friedliche Protestaktion gegen Bundeswehr endet mit Polizeigewalt und Zwangseinweisung in Psychiatrie

Etwa 50 Jugendliche haben am Sonntag Nachmittag gegen die Präsenz der Bundeswehr auf dem Seestadtfest protestiert. Bei einem sogenannten Die-In legten sie sich mit rot angemalten T-Shirts auf den Boden, um das „Werben fürs Sterben“ zu stören. Einige Jugendliche stiegen im Rahmen der Aktion spontan auf einen Sanitätspanzer, der auf dem Willy-Brandt-Platz ausgestellt war. Obwohl von den AntimilitaristInnen keine Gefahr ausging, umstellte die Polizei den „besetzten“ Panzer, und ließ die Jugendlichen nur gegen die Herausgabe der Personalien runter. Da die Polizei mit Anklagen wegen Sachbeschädigung drohte, weigerten sich sechs der AktivistInnen zunächst, den Panzer zu verlassen. Die Bundeswehr fuhr den besetzten Panzer daraufhin zunächst hinter den Zoo am Meer, um in einiger Entfernung von der „Karriere Bundeswehr“-Bühne und abgesperrt von der Öffentlichkeit den Panzer räumen zu lassen. Die Polizei ging dabei unnötig gewalttätig vor, und zerrte den Aktivisten M. so vom Panzer, dass er hart auf dem Boden aufschlug.
Anschließend wurden die sechs AktivistInnen zur Polizeiwache gebracht und mehrere Stunden festgehalten. M. wurde, weil er sich während des Verhörs unkooperativ zeigte, zunächst in Gewahrsam genommen, um dann gegen seinen Willen ins Krankenhaus Reinkenheide gefahren zu werden. Wegen angeblicher Suizidgefahr wurde er die Nacht über in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Im Rahmen dieser Zwangseinweisung wurden ihm auch die Haare geschoren. Sebastian Rave, Mitglied im Landesvorstand der LINKEN, der bei dem Protest anwesend war, wertet das als „krasse Einschüchterung“. „Wir wehren uns dagegen, dass Aktivismus gegen die Bundeswehr für krank erklärt wird – es ist genau andersrum: Was ist das für eine kranke Gesellschaft, in der militaristische Werbung bei einem Volksfest normal ist, und der Protest dagegen kriminalisiert und pathologisiert wird?“. Rave weiter: „Der Betroffene hat unsere volle Solidarität und Unterstützung!“

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May 29 2016

9691 cbab
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May 27 2016

May 25 2016

Alle Österreicher sind sich einig: "50% der Österreicher sind Volltrotteln."
Vorläufiges Endergebnis mit Wahlkartenprognose: 50:50 - Bundespräsidentenwahl Ergebnisse - derStandard.at › Inland
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May 24 2016

Ich hab eine Frage, die mir bis jetzt keiner beantworten wollte: Bei wem kauft ihr eigentlich eure Drogen?
Das kann ich dir schon beantworten: Bei Österreichern, die haben ihre eigenen Plantagen zuhause. Wir Schwarzen hier kaufen das Gras bei denen—wenn du 20, 50 oder 100 Gramm Gras brauchst, bekommst du es bei denen. Auch das Kokain, teilweise sogar das Heroin. Diese Tatsache erzählt die Polizei den Leuten nie. Die Wahrheit ist, die meisten Afrikaner, die hier dealen, sind erst vor ein paar Wochen oder Monaten über Italien, Griechenland oder Spanien nach Österreich gekommen und haben kaum Kontakte. Und dann heißt es immer, wir sind die, die die Drogen hergebracht haben. Dabei kaufen wir es von den Leuten hier.
Interviews mit den Dealern an der Thaliastraße | VICE | Alps
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May 22 2016

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„„Rassismus? Das ist doch nur ein Problem bei den Nazis! Heute gibt es in Deutschland vielleicht eine gewisse Fremdenfeindlichkeit, aber Rassismus ist doch eher Geschichte. Und hier auf dem Campus sind eh alle tolerant und an anderen Kulturen interessiert.“ – Diese verbreitete Ansicht, dass die Rassist_innen nur am „Rande der Gesellschaft“ zu finden sind und Rassismus durch „Multikulti“ überwunden wurde, blendet aus, dass die gesamte Gesellschaft von verschiedenen Rassismen durchzogen ist. [...]
Wie abwertende Klischees über die „exotischen Fremden“ in Texten und Bildern weiterhin wirken, werden auf unserer Veranstaltung zwei Referent_innen vom Anti(ra)²dio* kritisch beleuchten. Anhand der Bezeichnung „Menschen mit Migrationshintergrund“ werden sie darüberhinaus auf aktuelle Praktiken der Fremdbezeichnung eingehen. Als weitere Gruppe wird das kürzlich entstandene antirassistische Bündnis der Uni Hamburg einen Einstieg in die „Critical Whiteness Studies“ geben. Es ist der Einsatz dieser kritischen Weißseinsforschung, den Blick umzukehren, und nicht mehr nur Objekte des Rassismus und ihre Konstruktion in den Blick zu nehmen, sondern die „Weißen“, die von diesem profitieren.“
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May 18 2016

Es ermüdet, Europa immer wieder als das „Land des Humanismus“ porträtiert zu sehen, dem diskussionslos Werte und Ideen wie „Emanzipation“, „Gleichberechtigung“ und „Freiheit“ zugeschrieben werden: denn wir wissen, dass diese Werte und Ideen, so positiv und wichtig sie auch sein mögen, nie für alle gegolten haben.

[...]

... weil postkoloniale Theorie uns belehrt, dass es wichtig und notwendig bleibt, sich mit der kolonialen Geschichte auseinandersetzten. Es ist angebracht, sich um ein Verständnis zu bemühen, das uns begreiflich macht, was es bedeutet hat, dass in den Jahrhunderten der kolonialen Herrschaft 85 % der Welt von Europa kolonisiert worden sind, dass es Versklavung gegeben hat, dass es Genozide gegeben hat, dass die Ressourcen ausgebeutet worden sind, dass Armut erzeugt worden ist. Und machen wir uns nichts vor: dass es uns heute so gut geht und dass wir Angst haben, dass uns etwas weggenommen wird, hat damit zu tun, dass wir über Jahrhunderte die Welt gnadenlos geplündert haben. Armut ist über Jahrhunderte produziert worden. Und der Reichtum Europas liegt parasitär auf der Unterjochung der Kolonialgebiete auf. Insoweit gibt es auch ein moralisches Recht derjenigen, die jetzt nach Europa kommen, hier zu bleiben. Sie haben ein Recht dazu -nicht nur um im Sinne des Humanismus.

[...]

Was kann gegen den Satz: „Alle Menschen sind gleich“ eingewendet werden. Wohl kaum etwas, doch geht es darum, dass diese Maxime eben für alle realisiert wird. Und wenn diese Rechte wirklich für alle gelten sollen, dann wird Europa Privilegien einbüßen müssen. Wir müssen dann zugeben, dass dieses Wissen und diese Werte, die die europäischen Politiker*innen immer so stolz präsentieren nicht Europa gehört, sondern allen Menschen. Und dann kann es kein reden mehr von Quoten und Mauern und Abschottung geben.

María do Mar Castro Varela
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May 14 2016

"Ich war zweieinhalb Jahre in einem Jobcenter als Arbeitsvermittler tätig. Grundsätzlich geht es nur sekundär um diejenigen, denen dort geholfen werden soll. Das Führungspersonal steht unter großem Druck, gewünschte Zahlen zu produzieren; diesem Ziel wird dort alles untergeordnet. Einmal hieß es: »Bei den Sanktionen sind wir im vorderen Drittel, weiter so!« Eines der wichtigsten Ziele eines Jobcenters ist die Senkung der passiven Leistung, da sind Sanktionen das einfachste Mittel."

Die Würde des Menschen ist
sanktionsfrei.

https://sanktionsfrei.de/

May 04 2016

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April 27 2016

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Am 21.April 2016 wurden auf dem Alexanderplatz Stolpersteine für die Opfer der Verfolgung sogenannter Asozialer gelegt.
In der Nähe der Stolpersteine befand sich die bei Armen begehrte Gaststätte Aschinger.
Unter Druck - Kultur von der Strasse e.V. war natürlich mit Gästen des Wohnungslosentreffpunktes dabei.
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Sternstunde beim Postillon: "Wiener Kunstakademie bietet FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer Studienplatz an"

Money Quote:

In der Vergangenheit habe die Hochschule manchem vielversprechenden Feingeist nicht immer seine verdiente Chance gegeben und ihn so unnötig in die Politik getrieben. "Das soll sich nie mehr wiederholen", so Blimlinger.
MWAHAHAHAHA
Fefes Blog
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April 23 2016

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taz Karikatur

April 21 2016

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If we would design our houses like our cities: analogy nicely illustrating the need for transforming urban transport
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Reposted fromverschwoerer verschwoerer viadesi desi

April 12 2016

What are things they don't tell you about going to war?

That you are killing children. By direct fire, by indirect fire, by directing fire.

There was this one girl they brought to Camp Warehouse when I was on guard, legs gone, shrapnel all over her body, somehow still alive. They just dropped her out of a taxi and took off. You get closer to her and you realize she is alive. You see the damage, you want to help, yet you stay back because you remember the last time they lured you into a trap and rigged a corpse with explosives. She breathes and says something you dont understand. Someone yells orders to stand back and get EOD. You cant leave her there. You just move and pick her up while someone yells at you to not touch her. She looks at you with a face of innocence and pain. You turn around and carry her inside the camp to medical. Now everyone helps. You hand her over and stay outside. Your sergeant starts yelling at you but his words dont reach you.

You later learn that she died. At the briefing the next week the incident comes up again. She didnt step on a mine, she was hit by a 40 mm round during fighting. The guys who dropped her off were too afraid we shoot them too.

War just sucks man, there is nothing heroic about it, it is just a giant tragedy. And its coming home with you.

/u/FranzoseMitRose on Reddit

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April 09 2016

March 31 2016

Waffen für Hoyerswerda

eyhier:

Ein paar müßige Spekulationen, die so müßig nun auch wieder nicht sind  
Es stand im »Stern«, Auflage rund eine Million: »Im sächsischen Hoyerswerda hat die staatliche Gewalt die Verfassung gebrochen. In den Tagen und Nächten der Ausländerhatz durch neonazistische Horden hat unser Staat vor dem Mob kapituliert…. In Hoyerswerda haben die Kinder der Ausländer nächtelang geweint oder geschrien, weil sie Angst hatten. Vor Molotow-Cocktails und Pflastersteinen, vor deutschem Haß. Sie hatten Angst davor, geschlagen oder erschlagen zu werden. Und die häßlichen Deutschen johlten beifällig bei jedem Treffer.« Derweil schrieb die »Stuttgarter Zeitung« undementiert: »Sachsens parteiloser Justizminister Steffen Heitmann hatte eine unheimliche Begegnung. Auf der Stuttgarter Königstraße ist er eines Samstags spazierengegangen und hat dort so viele ausländische Sprachen gehört und so viele fremdländische Menschen gesehen, daß er sich gefragt hat: ‘Mensch, biste hier noch zu Hause?’ Der Theologe hat sich so seine Gedanken gemacht. Er ist zu dem Schluß gekommen, daß ‘Deutschland das Recht haben muß, seine kulturelle Identität zu wahren'«.  
Während die häßlichen Deutschen johlten, forderten die schönen Seelen »mehr Toleranz« und mahnten, die Landsleute müßten mit den Ausländern leben und sie besser verstehen lernen. Mutwillige Sachbeschädigung, lebensgefährdende Brandstiftung, schwere Körperverletzung und versuchten Mord hielten sie offenbar für Erscheinungsformen von Intoleranz. Daß Deutsche erschlagen dürfen, wen sie nicht mögen oder nicht verstehen, verstand sich für sie von selbst. Sporadisch kam es auch zu Kundgebungen und Demonstrationen gegen die »Ausländerfeindlichkeit«, die freilich unter mäßiger Beteiligung litten und widerwillig absolvierten Pflichtübungen glichen. Nicht eine Organisation forderte dazu auf, den Sitz der sächsischen Landesregierung zu belagern und diese Belagerung solange durchzuhalten, bis Biedenkopf samt seinem Kabinett wegen Unterstützung und Begünstigung einer terroristischen Vereinigung sowie Werbung für sie hinter Gittern ist. Die Hunderttausende, die im Januar noch für den Frieden um jeden Preis auf die Straße gegangen waren und das Land mit Mahnwachen und Kerzenschein überzogen hatten, blieben zu Hause aus dem einfachen Grund, daß die Menschenjagd in der Bundesrepublik auf ökologisch unbedenkliche Weise abgewickelt wurde. Und während die Wohnheime von Asylbewerbern schutzlos den Angriffen neonazistischer Verbrecher ausgeliefert sind, fallen einem die Bilder von der Demonstration gegen die Startbahn West in Frankfurt wieder ein, wo Leute sich mit bloßem Oberkörper der Polizei in den Weg und schützend vor den Baum stellten, für den sie eine Patenschaft übernommen hatten.  
Da die Bundesrepublik nun tatsächlich ein Land geworden ist, worin mit nennenswertem politischen Widerstand gegen faschistische Gewaltverbrechen nicht gerechnet werden kann, vielmehr jede Bande, wenn sie sich nur halbwegs glaubhaft als Volksbewegung darstellt, im Staat einen mächtigen Erfüllungsgehilfen finden wird wie seinerzeit, besteht für den Kommentator auch nicht mehr die Pflicht, die Entwicklung ausschließlich in politischen oder gar realpolitischen Kategorien verstehen zu wollen. Es steht ihm frei, sich auszumalen, was Gerechtigkeit bedeuten würde, ganz unabhängig davon, ob irgendeine irdische Macht willens und fähig ist, solche Gerechtigkeit herbeizuführen. Wie wäre es beispielsweise, würden auf Deutsche im Ausland die gleichen Anschläge verübt, die momentan von Deutschen auf Ausländer verübt werden? Nicht nur zur Urlaubszeit böte sich dazu jede Gelegenheit. Wenn Landsleute in Italien mit eingeschlagenem Schädel auf der Intensivstation enden, wie es hier Nigerianern passiert – ob es dann wohl immer noch so ist, daß besonnene Deutsche für mehr Toleranz, diesmal seitens der Italiener, plädieren? Und gesetzt den Fall, bei einem Brandanschlag auf ein von deutschen Urlaubern bewohntes Hotel würden zwei kleine Mädchen so schwer verletzt wie neulich im nordrheinwestfälischen Hünxe – ob die halbverbrannten Opfer und die verzweifelten Eltern dann vielleicht wenigstens im hiesigen Fernsehen zu bestaunen wären, das seinem sadistisch veranlagten Publikum sonst keine Schwerverwundeten und Leichen aus anderen Teilen der Welt vorenthält, aber nicht einmal die Opfer der jüngsten Anschlagswelle zeigte, vielleicht aus Furcht, es könnten dabei Abscheu gegen die Täter und Sympathie für die Opfer sich bilden? Was geschähe wohl, würde eine Bande rechtsradikaler Totschläger mal in einen Hinterhalt gelockt, und ein paar von ihnen blieben auf der Strecke?  
Müßige Spekulationen, zugegeben, aber so müßig wieder nicht. Daß es ein Fehler war, im Jahr 1938 die Synagogen niederzubrennen, jüdische Geschäfte zu zerstören, die Juden durch die Straßen zu hetzen und zu erschlagen, begriffen die Landsleute erst, als ihre eigenen Städte wie die niedergebrannten Synagogen aussahen und sie selber auf der Flucht waren. Es wäre lehrreich für die Deutschen, die fühlen müssen, da sie nicht hören mögen, und es wäre ein Triumph der Gerechtigkeit obendrein, würde das ausländerfreie Hoyerswerda bald den mit Brandsätzen und Stahlkugeln attackierten Ausländerwohnheimen dort gleichen, und die Einheimischen müßten fliehen von dort, wie die Ausländer fliehen mußten. So schlecht, wie es scheint, stehen die Chancen dafür nicht, denn der Ort, der eine Woche lang die Hauptstadt der neuen Volksbewegung war, wird vermutlich zugrundegehen, ohne daß es dazu eines weiteren Weltkriegs bedarf. Seine Bewohner selber werden es sein, die ihn im Krieg gegeneinander zerstören. Man sollte ihnen, wenn es soweit ist, nicht in den Arm fallen dabei, sondern sie auf jede nur erdenkliche und vollkommen unparteiische Weise unterstützen.

– Wolfgang Pohrt, Konkret 11/91, S. 27.

Diary of boredom
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