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Zu der Sexarbeiter-Konferenz kam noch ein weiterführender ...

Zu der Sexarbeiter-Konferenz kam noch ein weiterführender Kommentar rein.
so weit mir bekannt haben etliche angefragte Frauen den Diskurs mit Sexarbeiterinnen im Vorfeld abgelehnt oder aber gemeint, sie würden
a) darauf bestehen zu wissen, mit wem sie es zu tun haben (Realnamen der Sexarbeiterinnen)
b) dass die Anzahl der akiven Feministinnen höher ist im Diskurs als die der Sexarbeiterinnen weil diese mehr Wissen usw. besitzen und die Sexarbeiterinnen ja eher aus dem Bauch heraus argumentieren
Mit anderen Worten: Erst dafür sorgen, dass da nur Sexarbeiter reden, dann die Veranstaltung mit der Begründung ablehnen, dass da nur Sexarbeiter reden. Na das hat ja schon fast Rumsfeldsche Dimensionen!

Ich kann dazu nur sagen:

  1. Woher wissen sie, dass die Sexarbeiter keine Ahnung haben, wenn sie nicht mit denen reden?
  2. Wieso würde "aus dem Bauch argumentieren" die Position schwächen? Ist der Feminismus nicht auch im Grunde Ausdruck eines Unrechtsempfindens, d.h. eines Gefühls?
  3. Kann man mit der gleichen Argumentation sagen, die Feministen sollen mal die Fresse halten über Sexarbeit, weil sie keine Sexarbeiter sind.
Die Einsendung merkt außerdem an, dass man über Prostitution gar nicht mehr neutral reden kann in den Medien, weil der Hysteriegrad zu hoch geworden ist. Da gehen dann sofort dermaßen krasse Beleidigungen in den Redaktionen ein, dass die lieber ganz die von dem Thema davon lassen.

Mich erinnert diese Ablehnung+Hysterie an die Abtreibungsgegner in den USA. Die haben sich den Abtreibungsärzten gegenüber ähnlich, bevor sie dann gewalttätig wurden und am Ende auch vor Mord nicht zurückschreckten. Hysterie ist halt immer Scheiße im Diskurs, egal worüber.

Reposted fromfefe fefe viamynnia mynnia

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Schweinderl